Festumzug und Straßenkarneval - 60 Jahre TCV
Trebitz. 27. Januar 2013 
. Festumzug & Straßenkarneval ab 13:13 Uhr. Facebook

 
 
 
Karnevalsumzug Trebitz (Festumzug) Karnevalsumzug Trebitz (Festumzug) Karnevalsumzug Trebitz (Festumzug) Karnevalsumzug Trebitz (Festumzug)
Karnevalsumzug Trebitz (Festumzug) Karnevalsumzug Trebitz (Festumzug) Karnevalsumzug Trebitz (Festumzug) Karnevalsumzug Trebitz (Festumzug)
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Karnevalsumzug Trebitz (Festumzug) Karnevalsumzug Trebitz (Festumzug) Karnevalsumzug Trebitz (Festumzug) Karnevalsumzug Trebitz (Festumzug)
Seit 1953 jeden Sonntag vor Rosenmontag ... zum 60. bereits am 27. Januar 2013.

 
 
Kunterbunte Gratulanten
Auszug aus der Mitteldeutsche Zeitung vom 27. Januar 2013
 
"Ich war ja ganz überrascht, wie viele da gekommen sind. Ich dachte, wir stehen relativ weit hinten - aber da kamen noch so viele Wagen und Leute", erzählt etwa Stefanie Hentze aus Seegrehna. Sie lief mit dem Sportverein "Step & Fun 2 000" mit, der sich in diesem Jahr das Thema "Russland" auf die Fahne geschrieben hatte. In zünftiger Tracht und mit einem original russischen "GAZ"-Jeep ging es durch durch den Ort. Für Raik Buchta war es wohl das letzte Mal, dass er mit dem Megaphon "seinen" Verein über die heimatlichen Straßen geführt hat - der Trebitzer legte nämlich am Sonntag seine Narrenkappe als Präsident des Vereins nieder.
 
"Es sind nicht nur Gerüchte. Nach 23 Jahren als Präsident und 34 Jahren Mitgliedschaft im TCV sage ich ,Tschüß' - mit einem Lächeln im Herzen", erklärt das karnevalistische Urgestein. Mit der Auswahl seines Nachfolgers ist er zufrieden. "Wir haben den richtigen gefunden - seit 33 Jahren dabei, der Jörg-Michael Hering. Aber wir kennen ihn hier in Trebitz alle nur unter ,Der Fisch'." Der sieht das eher gelassen. "Ich hab nicht hier geschrien, dass ich es gerne möchte. Es war kein anderer da, der es machen wollte - und da habe ich mir gesagt, ich ziehe die Karre", erklärt er. "Ich hoffe, alle machen mit und unterstützen mich, wenn ich Hilfe brauche", erklärt der Karnevalist, der im richtigen Leben Silomeister und Elektriker bei Agravis in Rackith ist. Buchtas ehemaliger Spannemann Uwe Nenz spart nicht mit Lob für den scheidenden Chef. "Der war der Initiator des TCV-Hofs und auch der Freilichtbühne. Und bei Raik gab es keine mittelmäßigen Programmpunkte - wenn etwas nicht brillant war, dann kam es nicht auf die Bühne. Da hatte er höhere Ansprüche als manch anderer im Kreis", meint der ehemalige Vize des Trebitzer Vereins.
 
Für den scheidenden Vorsitzenden gab es dann auch nicht nur Dank und warme Worte - sondern auch noch Anerkennung vom Karnevals-Landesverband. Für seine 25 Jahre im Vorstand des Trebitzer Vereins überreichte Wolfgang Hotze, der Ehrenpräsident des Verbandes, noch den goldenen Verdienstorden an Raik Buchta. Den hatte er gleich im Doppelpack dabei - denn auch Uwe Höhne bekam ein Exemplar für 40 Jahre Aktivität im Verein. "Da kann man schon mal gerührt sein, das ist ja ein halbes Leben", erklärte er sein versteinertes Gesicht bei der Ordensverleihung.
 
Danach ging es auf der Bühne des TCV-Hofes aber auch weniger feierlich weiter. Die Leipziger Band "Landstreicher" brachte Partymusik - mit extra Pyrotechnik knallerte man in den schneeregenschweren Himmel. Das Wetter tat der guten Laune aber keinen Abbruch.

 
 
 
Tapferer Kinderprinz - "Trebitz - Helau!"
Auszug aus der Mitteldeutsche Zeitung vom 19. Februar 2012
 
Einer der Trebitzer Karnevals-Offiziellen war in diesem Jahr besonders tapfer. Kinderprinz Martin hielt seine eifrig beklatschte Rede zum Straßenkarneval trotz Fiebers - und wurde dann ins Bett geschickt, um sich bis zum Kinderkarneval am kommenden Sonnabend auszukurieren.
 
Um 13.13 Uhr begann der nunmehr 51. Umzug durch das Dorf, das viel auf seinen Traditionsverein hält. Der feiert im nächsten Jahr runden Geburtstag, dann wird zum 60. Mal in Folge das "Trebitz - Helau!" durch die Straßen gellen. Raik Buchta, der Vorsitzende des Vereins, hat 34 davon selbst mit erlebt, davon 23 in leitender Position.
 
Mit Reinsdorf, Kemberg und einer kleinen Abordnung aus Zahna sind befreundete Vereine aufmarschiert - das Schönste für Buchta ist aber, dass so viele Orte aus der Umgebung sich aufgemacht haben, einen Wagen zu gestalten und mitzulaufen. Eigentlich sei der Name "Trebitzer Umzug" fehl am Platze, erklärt er. "Das ist unser Umzug der Region." Auch ein sonst wenig närrisch bekanntes Völkchen hat sich unter die knapp 600 "Mitläufer" gemischt - ein Fahrzeug des Wittenberger Technischen Hilfswerks fuhr mit Luftballons geschmückt durch den Ort. Fantasievoll kann man die blauen Uniformen zwar nicht nennen, aber deswegen gab es nicht weniger Applaus. Und unter Kakerlaken, Suppentöpfen und Waldelfen fielen die blauen Jungs (und eine Frau) auch nicht weiter auf. Gegen 15 Uhr ging es auf dem Hof am "Saloon" weiter.
 
Die "11. Kompanie" feierte ihren 40. Geburtstag, zünftig mit Torte. Und das Publikum ließ sich von den "Scheunenrockern" aus Oldenburg unterhalten. "Es ist zwar ein wenig windig, aber sonst fetzt es", sagt Florian Goldacker, einer der Bösewiger Ölscheichs. Im Kinderwagen vor sich hat er den mutmaßlich jüngsten Umzugsteilnehmer. Der drei Monate alte Linus sei der hundertste Nachfahre von Scheich "Bösil", erklärt er. Dass Karneval in den Genen liegen muss, bestätigt Carla Wurbs. "Wir haben 20 Jahre mitgemacht und jetzt pausiert, aber im nächsten Jahr sind wir wieder mit der ganzen Familie im Alter von fünf bis 74 dabei", erzählt die Trebitzerin. Die Kinder seien zwar weggezogen, aber zum Umzug kämen alle wieder in die alte Heimat zurück. "Die brauchen den Trebitzer Karneval einfach", gibt sie sich überzeugt.
 
Bei Christiane Much ist das ähnlich. Die 22-Jährige ist im Verein seit ihrem fünften Lebensjahr aktiv. "Wenn es die Arbeit zulässt, muss ich dabei sein", sagt sie. Ihr Cousin bekleidet in diesem Jahr das wichtigste Amt - Eike Scheel ist zusammen mit seiner Angebeteten Franziska Kühn Prinz und Prinzessin. "Jeder im Verein ist mal dran, aber es muss auch zeitlich passen", erzählt der Neu-Hallenser. Sieben Veranstaltungen in einer Woche seien zu absolvieren, bis weit über den Aschermittwoch reichen die Verpflichtungen, die mit dem Amt verbunden sind. Mit der neuen Vereins-Location im "Saloon" zeigt er sich zufrieden. "Nach all dem Ärger muss man sagen, es klappt. Man sitzt etwas kuschliger, aber wer ein richtiger Karnevalist ist, den stört das nicht", sagt Scheel.

 
 
 
Infanterie mit Rollator
Auszug aus der Mitteldeutsche Zeitung vom 06. März 2011
 
Da haben sie aber schnell noch einen Gag aus dem Hut gezaubert für ihren Karnevalsumzug. Einen Pick-up getarnt als Schützenpanzerwagen mit entsprechendem Pappaufbau ("Auf zum Täuschungsmanöver"), und die Infanterie mit dem Rollator hinterher - so präsentierte sich "Guttis letzte Rache" am Sonntag in Trebitz. Pünktlich zum 50. Umzug des Trebitzer Carneval-Vereins (TCV) säumte das zahlreiche und treue Publikum die Hauptstraße, auf der die Polizeitruppe der "11. Kompanie" auch diesmal den Tross aus Wagen und Fußgruppen anführte.
 
Denn längst sind es nicht nur Karnevalisten, die den Trebitzer Umzug zu etwas Besonderem machen. Ob im Verein aus der Umgebung, familien- oder straßenweise, es wird getüftelt und geschneidert, was das Zeug hält. Herausgekommen sind, mit viel Fantasie und Leidenschaft, wirklich schöne Gruppen wie die "Bücherwürmer" oder die braungeschminkten "Big Mamas" mit Sonnenschirm und der Zigarre lässig im Mundwinkel. Doch auch einige Wagen fielen ins Auge - wobei mancher Traktor mehr Dezibel als PS spazieren fuhr.
 
Die Gaditzer etwa sind seit einigen Jahren schon berüchtigt für ihre Monumentalbauten. Ein Piratenschiff, sogar ein U-Boot hatten sie mal auf dem Wagen. In diesem Jahr war's die sinkende Titanic, von der aus sie Kamelle aufs Volk warfen. Das mit dem Werfen war ja so eine Sache. Entweder es gab erst Konfetti und für das tapfere Ertragen eine süße Belohnung, oder ganz und gar Handfestes flog von den Wagen. Lebkuchen etwa, die packenweise nach Hause getragen wurden. Die Reinharzer hatten ihre alte Feuerwehrspritze aufgeladen unter dem Motto "Grundwasser für alle", und einige "Mexikaner" warben im Fall der ölknappheit für "Tequila im Tank".
 
Für die Fastnachter aus Dabrun war der Castor-Transport ein heißes Thema. Nur hatten sie keinen radioaktiven Stoff geladen, sondern eine Dessauer Biersorte. Die Frauen von Step & Fun aus Seegrehna nahmen sich bereits der weiblichen Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr an. Und auch wenn es keiner aussprechen mag: Nach dem Freundesmotto 2006 bei den Herren wäre nun "Zu Gast bei Freundinnen" dran. Und hungern musste auch keiner, zum anschließenden Straßenkarneval war der Grill längst aufgebaut. Für das Schneewittchen des Umzugs kam das Essen übrigens zu spät. Ihren Wagen zierte der Spruch: "Schneewittchen, derre wie e Strich, nuh lähndt se da, du globst es nich."

 
 
 
57. Session des TCV - Festumzug, Straßenkarneval und Rosenmontagsball
Auszug aus der Super Sonntag 2010
 
Der Trebitzer Carneval-Verein (TCV) ist nach den Pretzscher Elbmooren der zweitälteste Karnevalsverein im Kreis Wittenberg und der siebtälteste Verein in Sachsen-Anhalt. Tradition verpflichtet und so beweisen die Trebitzer heuer einmal mehr, dass man auch an der Elbe in der fünften Jahreszeit auf dem Kopf steht. Trotz seiner langen Tradition ist der TCV jung geblieben, denn Karneval wird in Trebitz groß geschrieben, schon die Jüngsten feiern im Kindergarten Fasching und sind später aktiv bei den Funken dabei.
 
Rot und weiß sind die Farben des Vereins, der Schlachtruf lautet “Trebitz Helau“. Zu den Besonderheiten gehört die kaiserliche Polizeitruppe, die elfte Kompanie, in Originaluniform, zu der auch unbedingt die Pickelhaube gehört. Seit 1953 feiert der TCV jeden Sonntag vor Rosenmontag den Festumzug, den größten im Landkreis Wittenberg und einen der teilnehmerstärksten im ländlichen Raum Mitteldeutschlands. “Unsere Karnevalisten müssen nicht nach Köthen zum Festumzug fahren, wir feiern hier bei uns“, verkündet Raik Buchta, seit 1990 TCV-Präsident, voller Lokalpatriotismus.
 
Die starke Zuschauerresonanz ist nicht zuletzt den großartig gestalteten Wagen und Bildern geschuldet. Schon seit vielen Wochen wird fleißig gewerkelt und gehämmert, und trotzdem wird bis zuletzt alles geheim gehalten, denn jeder will die Zuschauer überraschen. “Es ist dies längst kein Umzug allein der Trebitzer, sondern der gesamten Region“, betont Buchta. Zum diesjährigen Umzug werden Gastvereine unter anderem aus der Lutherstadt, Reinsdorf, Straach, Zahna, Kemberg und Elster erwartet, insgesamt circa 800 Mitwirkende. “Wir haben für den Festumzug 5.000 Karnevalsmützen in unseren Farben rot/weiß und mit der Aufschrift ‚Trebitz Helau' anfertigen lassen“, berichtet Buchta. Die sollen die Zuschauer tragen, die während des Umzugs die Straßen hoffentlich zahlreich säumen werden. “Das wird ein Knaller“, ist der TCV-Präsident überzeugt.
 
Thomas I. und Silke I. aus Trebitz-Kleinzerbst sind in diesem Jahr das Prinzenpaar. Silke ist bereits seit 19 Jahren TCV-Mitglied und war Funke, Tanzmariechen und Hofdame. Aktuell ist sie Schatzmeisterin und nun auch Prinzessin, eine tolle närrische Laufbahn, die ihr offenbar in die Wiege gelegt wurde. Denn Mutter Petra war 1972 Prinzessin und Vater Helmut zehn Jahre im Elferrat des TCV. Prinz Thomas ist seit 2008 Mitglied im TCV: Als Kassierer war er sozusagen der Angestellte der Schatzmeisterin, nun führt er das Zepter. Der Prinz hat zwar nicht die närrische Familientradition wie Prinzessin Silke, doch der an einem 1. April Geborene macht dies mit Witz und Humor wett.
 
Seit dem 1. Januar 2010 gibt es in Sachsen-Anhalt im Zuge der Umsetzung der Gemeindegebietsreform keine selbständigen Dörfer mehr, Trebitz ist nun ein Ortsteil von Bad Schmiedeberg und TCV-Präsident Raik Buchta nunmehr Stadtrat: “Aber egal, ob in der Stadt oder auf dem Lande, unser Karneval lebt weiter, so wie in jeder bisher kannte.“

 
 
 
Die Meile wird Sonnabend vom Schnee beräumt
Auszug aus der Mitteldeutsche Zeitung vom 06. Februar 2010
 
Karneval, das ist in Trebitz keine Angelegenheit des Trebitzer Carneval Vereins 1953 (TCV) allein. Zumindest bei den Vorbereitungen des großen Umzuges am "Rosensonntag" hilft das ganze Dorf mit.
 
Das hieß in diesem Jahr zunächst einmal Basteln - 5 000 Narrenkappen aus Pappe. Nur wer eine solche trägt, findet am 14. Februar - zur Umzugszeit - Einlass in den Ort und darf im Anschluss beim Straßenkarneval mit "Remmidemmi" und noch später auf dem Karnevalshof des TCV mit schunkeln. Auf das Bild freut sich Karnevalspräsident Raik Buchta jetzt schon. "Die Idee mit den Mützen haben wir aus dem Fernsehen", erzählt er. Als Bastelbogen auf Karton gedruckt, wurden sie von vielen fleißigen Händen in Frauen- und Seniorengruppe und im Behindertenheim ausgeschnitten, gefaltet und geklebt.
 
Am Sonnabend folgt der zweite Streich, und da wird es schon mal unruhig auf der künftigen Umzugsmeile Wittenberger Chaussee: Gegen acht Uhr wollen Mitarbeiter der Agrargenossenschaft sowie der landwirtschaftlichen Einzelbetriebe mit vereinter Kraft den Schneewällen zu Leibe rücken. "Dass der Winter den Karnevalsumzug beeinträchtigt, ist ja an sich normal", so Buchta. Aber in diesem schneereichen Jahr wird es dann doch eng auf der Straße, vor allem wenn sich die Festwagen begegnen, nachdem der Zug traditionell am Ortsausgang nach Pretzsch die Kehrtwende macht. Die Vereine aus Kemberg, Reinsdorf, Zahna werden sich mit Bildern an dem Umzug beteiligen, der am 14. Februar um 13.13 Uhr startet. Dass sich die Elsteraner Karnevalisten "nach Jahrzehnten in Cottbus" wieder entschlossen haben, beim Trebitzer Umzug mitzumachen, freut den Präsidenten.
 
Und es gibt noch eine weitere Besonderheit im 57. Jahr des TCV: ein goldenes Prinzenpaar. Heinz und Renate Wötzel wurden 1960 gekürt und sie sind bis heute noch ein Paar. Weil dieses Jubiläum nicht nur in Trebitz, im Kreis Wittenberg und in Sachsen-Anhalt sehr selten ist (denn solch ein Ereignis kann es nur bei Vereinen geben, die mindestens 50 Jahre alt sind), werden Renate und Heinz Wötzel mit einer Ehrenurkunde, unterzeichnet vom Präsidenten des Landesverbandes der Karnevalisten, ausgezeichnet. "Frühestens in acht Jahren könnte es für den Verein wieder so ein Jubiläumspaar geben", wünscht der Präsident den Betreffenden weiteres Wohlergehen.
 
Nur wegen des kleineren Rahmens ist der TCV zur Wahl des amtierenden Prinzenpaares Thomas I. und Silke I. in eine auswärtige Gaststätte ausgewichen. Die großen Abendveranstaltungen am Samstag, dem 13. Februar und am Rosenmontag (jeweils 20 Uhr) steigen im "Holiday", ebenso der Seniorenkarneval (16. Februar, 14 Uhr) und der Karneval für die "Reifere Jugend" (19. Februar, 20 Uhr). Und den großen Rahmen bekommen auch die närrischen Kinder (20. Februar, 14 Uhr) die mit Aron I. und Anna Maria I. ihre eigenen Repräsentanten haben. Am selben Abend und an gleicher Stelle heißt es um 20 Uhr noch einmal "Best of 57. Karneval". Wenn jedoch - wie angekündigt - da der Prinz verbrannt wird, bleibt eine Frage offen: Wie soll es 2060 ein goldenes Prinzenpaar geben?

 
 
 
Ritter Rost und wilde Tiere
Auszug aus der Mitteldeutsche Zeitung vom 23. Februar 2009
 
Die Bundesstraße ist gesperrt, denn die Narren sind los. In Trebitz sorgte gestern nicht nur das Konfetti dafür, dass der graue Tag etwas bunter wurde.
 
... Wikinger, die Ghostbusters und die Queen treffen sonst eher selten aufeinander. Doch an diesem Rosensonntag sind sie alle da, als Teilnehmer beim Karnevalsumzug in Trebitz. Wer zum Himmel blickt, sieht nur Grau in Grau, durch die Straßen jedoch ziehen farbenprächtige Gestalten und trotzen dem Wetter gut gelaunt. Vorneweg der Gastgeber, die elfte Kompanie des Trebitzer Carneval Vereins (TCV), mit Pickelhaube und blauer Uniform. Das Prinzenpaar, Daniela I. und Christoph I. , thront auf seinem Wagen und heißt seine Gäste am Straßenrand willkommen.
 
Auch die anderen Vereine aus der Region sind vertreten. Aus Zahna, Reinsdorf, Kemberg sind sie mit Traktoren und Wagen nach Trebitz gezogen, um den Zug zu begleiten. Die Kemberger treten als Piraten auf, ihre Kanonen schießen aber statt scharfer Munition nur Kamelle und Konfetti. Die Gaditzer folgen dem Motto "Rien ne va plus". Ein riesiges Rouletterad ragt aus ihrem Wagen hervor. "Wir haben Ende Dezember angefangen, daran zu bauen", erklärt Daniel Jentzsch, Bauleiter des Gaditzer Wagens. Doch nicht nur die großen Vereine sorgen mit ihrer lauten Musik für Stimmung, manche treten mit wenigen Teilnehmern, dafür aber mit liebevoll gestalteten Kostümen auf.
 
Eine kleine Armee von Blechrittern aus Trebitz zum Beispiel. Aus alten Dosen bastelten sie sich ihre Kostüme, große Blechbüchsen für den Bauch, kleinere als Armschutz oder Helm. Auch der "Bergzoo Trebitz" besteht nur aus fünf Leuten, zeigt sich aber wild. Bär, Stachelschwein, Elefant, Eisbär und Gorilla laufen schon seit 27 Jahren mit. "Wir wohnen am Berg, deshalb sind wir der Bergzoo", sagt Herma Klapproth, in Gestalt des Stachelschweins. Ein anderes Tier ziert einen Wagen, der die Gebietsreform für Trebitz und Bad Schmiedeberg verulkt: das trojanische Pferd. Für die Narren am Straßenrand hält es aber keine bösen Überraschungen bereit, nur Bonbons und Papierschnipsel fliegen den Besuchern entgegen.
 
Reinharzer feiern auf ihrem Wagen 60 Jahre DDR, die Jungs vom Tennisclub aus Pretzsch treten als Damenteam auf, obenrum ausgepolstert, untenrum mit kurzen Röcken bekleidet. In Wimbledon hätte das garantiert für Diskussionen gesorgt. Uwe Höhne, Zeremonienmeister des TCV, schätzt, dass "etwa 1.000 Leute bei dem Zug mitwirken". Die Zuschauer freut das. "Für so einen kleinen Ort wird hier jedes Jahr sehr viel geboten", sagt Heinz Gutewort sichtlich begeistert. Seine Frau Anita pflichtet ihm bei: "Sogar bei so einem Wetter scheuen die keine Mühe, um den Zuschauern was zu bieten". So kann auch der immer präsente Nieselregen die Feierlaune nicht trüben. Manche Tanzmariechen binden ihre blau-weißen Regenschirme einfach in ihren Tanz mit ein. Und umgedreht funktionieren sie auch prima, um Kamelle zu fangen.
 
Nur einer hat nichts zu lachen. Das 50-Kilo-Schwein, das sich schon mehrere Stunden über dem Feuer dreht. "Das geht heute auf jeden Fall noch weg, wir haben noch 50 Kilo Fleisch in Reserve", sagt Florian Kiehne, der am Grill steht. Es scheint, als mache Karneval nicht nur Spaß, sondern auch hungrig. In Trebitz war gestern für beides gesorgt.
  • Platzmeister
36 37 38 39 47.  48.  49
50 51.  52.  53 54 55 56 57 58 59
60 61 62.  63.  64.  65.  66 67 68 69
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79
80 81 82 83 84     87 88 89
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10 11 12 13 14 15 16 17 18.  19
20.  21.  22.  23.  24.  25.  26.  27.  28.  29
 
Jugend Platzmeister. Termin 2017
Männer Platzmeister. Termin 2017
Frauen Platzmeister. Termin 2016
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