Geschichte der Dabruner Fastnachten
Tradition. Die 50iger und 60iger Jahre
 
 
Gründerzeit
Tradition
Revolution
Reloaded
 
 
Zempern - Die Platzmeister (jetzt waren es schon 5) gingen von Haus zu Haus und luden die ledigen Mädchen zur Fastnacht ein. Jedes Mädchen steckte den Platzmeistern eine bunte Schleife an. Der noch heute verwendete Fastnachtsspruch entstand dabei in der Waschküche von ... .
In die "Brandmasse" mussten diejenigen etwas stecken, die den Brandschutz im Hause nicht beachtet haben - und die Platzmeister haben immer etwas gefunden! (ein Tuch oder Topflappen hing bestimmt am Ofen) ... und dann gab es natürlich auch einen Schnaps, hausgeschlachtete Wurst, Gurken und Pfannkuchen.
 
 

 
Platzmeister 50-60iger

 
Um 14.00 Uhr an einem Sonnabend trafen sich die Platzmeister mit Kapelle bei "Fehses" in Melzwig. Mit den jungen Mädchen und Kindern des Dorfes marschierten sie dann über Dabrun zum Weinberg.
 
Peter Günther: "Die ledigen Mädchen, die Fastnachten mitmachen wollten, konnten sich vorher in eine Liste eintragen, die im Konsum auslag. So hatten die Platzmeister einen Überblick - Diese Tradition endete 1963/64."
 
Auf dem Weinberg fand am Nachmittag das traditionelle Antanzen der Paare statt. Die ledigen Mädchen saßen an den Tischen an der Bühne und die jungen Burschen standen - bis 22.00 Uhr! wo auch anders - an der Saaltheke. Beim Antanzen nach den Klängen des Fastnachtswalzers war es für die Platzmeister nicht immer leicht, die richtigen Paare zu treffen. Bestehende Freundschaften unter der Fastnachtsjugend sollten berücksichtigt werden, doch nicht alle waren bekannt. Spannend war es für die Mädchen immer, welcher junge Bursche für sie gedacht war, vor allem war auch in den 50-er Jahren nicht immer bekannt, welches Mädchen sich die Platzmeister selbst ausgesucht hatten.
Nach dem Antanzen (es durfte kein lediges Mädchen mehr sitzen) wurden noch zwei Pflichttänze für die Fastnachtsjugend gespielt. Danach gab der Bursche seiner Dame an der Theke einen Schnaps aus.
Am Nachmittag gab es für die Fastnachtsjugend Kaffee und Pfannkuchen (vom Zempern).
 
 

 
Fastnachtsgesellschaft - Im revolutionsfreien, erzkonservativen Nordkreis auch noch heute Tradition.

 
In der Abendbrotpause nahmen die Mädchen ihren angetanzten Partner zum Essen mit nach Hause. Auch die Kapelle wurde von verschiedenen Familien im Dorf versorgt. Diese Tradition endete Anfang der 60-er Jahre.
Die Platzmeister wurden von Frau Petersohn (Weinberg) fürstlich bewirtet. (Es gab jedoch keinen Alkohol!)
 
Beim Tanz am Abend wurden Schnitten mit Hausgeschlachtetem und Gurken - alles beim Zempern erhalten - an die Fastnachtsjugend verteilt und vom gezemperten Geld gab es Freibier - Stiefeltrinken.
 
Nicht vergessen wollen wir die "alten Weiber" vom Dorf, die auf einer Bank, dem "Drachenfelsen", im Saal sitzend das lustige Treiben beobachteten und natürlich Gesprächsstoff für die nächsten Tage sammelten. Vor der großen Pause am Abend bekamen sie mit den Platzmeistern noch eine Extratour und dann gingen sie gegen 22:00 Uhr nach Hause.
 
 
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